Kurzcharakteristik

18. Februar 2009
4. Auflage
€ 99,00 plus Versand
220
978-3-932661-72-3
750 g

 

Die Forderung nach weiteren Reformen im deutschen Gesundheitswesen und – trotz der von den Kostenträgern und Leistungserbringern befürchteten negativen Folgen der Finanzkrise – steigende Investitionen in eHealth und Prozessoptimierung sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Studie „Monitoring eHealth & Gesundheitswirtschaft Deutschland 2009“, die zum vierten Mal von der Wegweiser GmbH Berlin in Kooperation mit BDI, BITKOM, gematik, Hartmannbund, VKD und dem ZVEI durchgeführt wurde.

Für die Studie zu Stand und Perspektiven der technologiegestützten Modernisierung des deutschen Gesundheitswesens wurden 1.750 Krankenhäuser, 200 gesetzliche und private Kassen und circa 1.000 niedergelassene Ärzte befragt.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind:

Aus Sicht der Krankenhäuser und Krankenversicherungen bleiben vor allem Reformen im Bereich der Finanzierung von Krankenhausinvestitionen, des Abbaus von Bürokratie und der Berücksichtigung des demografischen Wandels notwendig.

Krankenversicherungen schätzen ihre eigene wirtschaftliche Situation mit einer knappen Mehrheit positiv ein, von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten wird die eigene Lage mehrheitlich „befriedigend“ bzw. „schlecht“ beurteilt.

Krankenhäuser und Krankenversicherungen gehen tendenziell von einer Verbesserung der Qualität der Gesundheitsversorgung bis zum Jahr 2013 aus, die niedergelassenen Ärzte sind hier eher pessimistisch eingestellt.

Weniger als ein Viertel der niedergelassenen Arztpraxen bereitet sich auf die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vor. Bei den Krankenversicherungen sind dies derzeit 95%, bei Krankenhäusern 76%.

 

Die Bedeutung von eHealth wird besonders von den Krankenhäusern und Krankenversicherungen als hoch bzw. sehr hoch eingeschätzt, bei den niedergelassenen Ärzten hat eHealth geringeren Stellenwert. Zu den „Top 10“ der eHealth-Anwendungen gehören bei den Krankenhäusern digitale Bildsysteme, Krankenhausinformationssysteme und das DRG-Management.

 

Die Krankenhäuser sehen (im Rahmen der Hightechstrategie der Bundesregierung) in ihren Bereichen erhebliche Potenziale für den Einkauf innovativer Produkte und Dienstleistungen. Dies betrifft ganz besonders die medizinischen Bereiche (entlang des Patientenpfades) aber auch die Dokumentation.

Im Rahmen des 4. Gesundheits- und industriepolitischen Kongresses „Prozessoptimierung, eHealth und Vernetzung“ am 18. Februar 2009 in Berlin wurden die Ergebnisse und Analysen der Öffentlichkeit und Presse vorgestellt und gemeinsam mit den Partnern des Projekts diskutiert.

Ein wesentlicher Teil der Studienergebnisse wurde zusammengefasst und in der Publikation „Jahrbuch Gesundheitswirtschaft 2009“ veröffentlicht. Neben Vorworten der Kooperationspartner und weiteren Fachbeiträgen von Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik enthält das Jahrbuch Porträts und Praxisberichte wichtiger Anbieter und Dienstleister für den Gesundheitssektor. Das Jahrbuch wird mittels eines festen VIP-Verteilers im deutschen Gesundheitssektor vertrieben.

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