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"Auftraggeber Staat" im Dilemma zwischen Konjunkturmotor und Haushaltskonsolidierung
Die Bedeutung des öffentlichen Beschaffungsmarktes in Deutschland ist nicht nur in Zeiten von Wirtschaftskrisen von besonderer Relevanz. Das gesamte Auftragsvolumen, das öffentlichen und Sektorenauftraggebern zugeordnet werden kann, macht ca. 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.
Dabei steht der „Auftraggeber Staat“ selbst vor dem Hintergrund der konjunkturellen Lage vor einem großen Dilemma: Einerseits müsste er die Konjunktur weiter mit klugen, innovativen und nachhaltigen Zukunftsinvestitionen stützen, andererseits sind die öffentlichen Haushalte so stark unter Druck, dass Bund, Länder und Gemeinden vor konkreten Einsparungen nicht umhin kommen werden.
Dieses Spannungsfeld greift die „5. Zukunftswerkstatt Öffentlicher Einkauf“ in Nürnberg auf und versucht dabei, pragmatische Lösungen für Wirtschaft und Staat zu formulieren. Im eher strategisch und rechtlich ausgerichteten Werkstattgespräch I unter dem Titel „Zwischen Betriebswirtschaft und Rechtssicherheit – Quo Vadis Öffentlicher Einkauf“ wird der Frage nachgegangen, was konkret getan werden muss, um das Vergabewesen in Deutschland für Wirtschaft und Verwaltung zukunftsgerecht zu reformieren. Die Krise ist eine Chance für nachhaltige Veränderungen. Wir wollen den Weg für Vereinfachung, Transparenz und Effizienz weisen.
Dem Praktischen widmet sich das Werkstattgespräch II unter dem Motto „Strategie, Innovationen und eProcurement“. Im Forschungsprojekt „Einkäufer Staat als Innovationstreiber“ haben wir 2009 nachgewiesen, dass die strategische und innovationsorientierte Organisation der Beschaffungsprozesse auch den tatsächlichen Einkauf von innovativen Produkten und Dienstleistungen fördert. Mit Praktikern aus Beschaffungsstellen, Anbietern, Beratern und Wissenschaftlern wollen wir zeigen, wie Beschaffungsprozesse neu organisiert und Technologien gleichermaßen zu Einsparungen sowie innovativeren Produkten und Dienstleistungen beitragen können.
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